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Donnerstag, 21. September 2017

Eine Reise ins Elsass und viele Quilts

Eine Reise ins Elsass lohnt sich immer, ganz besonders aber anlässlich des EPM - le Carrefour Européen du Patchwork - in Sainte Marie aux Mines...
Leider ist sie schon wieder vorbei, die erstklassige Veranstaltung mit vielen internationalen Textil KünstlerInnen und ArtquilterInnen und ihren außergewöhnlichen Kunstwerken, die von Tausenden besichtigt wurden


Fußgängerinnen zwischen den einzelnen Ausstellungsgebäuden


Gedränge vor den antiken Quilts

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Wie jedes Jahr Mitte September waren auch in diesem Jahr die Orte rund um Sainte Marie aux Mines der Nabel der Patchworkwelt. In Ste. Marie gab es wieder eine große Verkaufsfläche mit über 160 Geschäften, die alles anboten, was das Quilterherz begehrt. Auch ich konnte nicht widerstehen und habe neben einigen japanischen Stoffen zwei tolle Bücher bei Kaleidoscope aus England gekauft. Sie präsentierten wieder eine ganze "Buchhandlung" zum Thema Patchwork und Textilkunst. Ich hoffe nur inständig, dass jede, die sich für ein Buch interessierte, es bei Kaleidoscope gekauft hat und nicht anschließend bei dem großen Internetbuchhändler bestellt hat, der sich nicht die enorme Mühe macht, die Bücher bei einer solchen Veranstaltung live zu präsentieren.
Aber das nur am Rande...

In 21 verschiedenen Ausstellungsstätten wie Kirchen, Gemeindezentren, der Villa Burnus u.v.m. waren die Exponate entweder nach Künstlerinnen oder Themen geordnet, so viele, dass ich in den zwei Tagen, die ich dort verbracht habe, gar nicht alles aufnehmen konnte. Dennoch möchte ich einige von den fantastischen Werken zeigen, auch wenn wegen des Blitzlicht Verbotes die Qualität mancher Fotos nicht so toll ist.

Viele beeindruckende antike Quilts im Theater












In der Kirche die außergewöhnlichen Quilts von Gabrielle Paquin
















Im LAC die Quilts von "Quilt National '15"















offene Kanten des oberen Quilts












Das Gesicht besteht aus Stichen in verschiedenen Garnfarben


In den nächsten Tagen werde ich noch einmal zahlreiche Fotos von den anderen Ausstellungsorten zeigen, in denen so renommierte Künstler wie Mirjam Pet-Jacobs, der Shootingstar Luke Haynes, die Künstler vom Dairy Barn Arts Center unter der Ägide von Nancy Crow und Dijanne Cevaal ihre Werke präsentierten. Doch jetzt muss ich mich erst einmal wieder meiner Nähmaschine widmen, und mich um meine Ausstellung im November kümmern.





Donnerstag, 20. Juli 2017

Flower Power - immer wieder...

Vor einiger Zeit hatte ich über einen neuen Flower Power Quilt berichtet, den ich gerade in Arbeit habe.
Meine Ausstellung in der "Galerie im Foyer" im Hennefer Rathaus rückt unweigerlich näher und ich möchte gerne etliche neue Quilts präsentieren. Es wird also Zeit, auch diesen Quilt fertig zu bekommen; ich gebe mein Bestes!


Nun liegt er also unter der Maschine und das Quilten macht gute Fortschritte. Ich hoffe, ihn am Wochenende fertig zu haben.
Daneben habe ich noch drei andere Projekte in Arbeit und am liebsten würde ich an allen gleichzeitig arbeiten. Nun muss ich mir selbst Geduld auferlegen, was nicht immer leicht ist. Zumal mir schon wieder neue Ideen im Kopf herum schwirren...

Montag, 3. Juli 2017

Blauer Hexagonquilt - meine Urlaubsfreude

Vor einigen Wochen postete Renate Dehrberg Fotos von ihren neuesten Hexagon Kissenhüllen. Ich war damals noch unentschlossen, was ich als Urlaubsbeschäftigung mitnehmen wollte und war sofort von der Idee dieser tollen der Resteverwertung infiziert.
Auf der Suche nach passenden Stoffen fielen mir Reste einer älteren Jinny Beyer Bordüre in die Hände und sofort entstand in meinem Kopf die Farbkombination - verschiedene Blautöne und etwas Grün. Dank des teilweise schlechten Wetters an der nordspanischen Atlantikküste waren das Mittelteil schnell genäht und gestern habe ich die Bordüre drum herum gesetzt, der schwierigste Teil des Unternehmens. Et voilà, hier ist das Top:


Diesen Quilt werde ich auch von Hand quilten, nachdem ich bei meiner amerikanischen Auftragsarbeit wieder Freude daran gefunden habe. Ich werde mich auf die Bank vor unserer Tür setzen und beim Quilten den Ausblick auf unseren schönen Garten genießen. Bald gibt es dann Fotos vom fertigen Quilt. Ach ja, einen neuen, schwarz/weißen Hexi Quilt habe ich schon im Kopf...

Dienstag, 30. Mai 2017

Ein amerikanischer Quilt...

...ist fertig.
Vor einiger Zeit hatte ich berichtet, dass ich ein Quilttop aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhalten hatte, aus dem ich einen Quilt anfertigen sollte. Eine in Deutschland lebende Amerikanerin hatte mir den Auftrag erteilt.
Seinerzeit hatte ich auch über die Probleme berichtet, da irgend jemand das Top gewaschen hatte und die meisten Stoffkanten sich aufgelöst hatten.


so schlimm waren mehrere Stellen


die ganzen Fadenknäuel mussten entfernt werden


zwei solche Eimerchen waren zum Schluss gefüllt mit den abgeschnittenen Fäden


Nachdem alle Nähte vorsichtig nachgenäht waren, ging es an das Setzen des Quilts und nach langen Überlegungen, welche Quiltnähte bei den unterschiedlich großen Patches und Blöcken überhaupt möglich waren, endlich auch ans Handquilten. Dies war der Teil der Arbeit, der mir am meisten Spaß gemacht hat.
Um ein Label für den Quilt anfertigen zu können, bat ich die Auftraggeberin um den Namen der Frau, die das Top angefertigt hatte und, wenn möglich, ein paar Informationen. Diese geben einen spannenden Einblick in ein typisch amerikanisches Frauen Leben des 19./20. Jahrhunderts:



Bei Derjenigen, die das Top angefertigt hat, handelt es sich um die Urgroßmutter meiner Auftraggeberin. Sie wurde 1872 in Irland geboren und wanderte, als ihr Vater, ein Farmer, eine Gruppe für die Überfahrt zusammen gestellt hatte, mit ihrer Familie in die USA aus.
Nachdem ihr nur wenig Schulunterricht zuteil wurde, brachte sie sich selbst das Lesen und Schreiben bei und arbeitete später als Konditorin bei einer wohlhabenden Familie. In dieser Zeit heiratete die Tochter dieser Familie Samuel Clemens, besser bekannt als Mark Twain, und lebte mit diesem noch viele Jahre in ihrem Elternhaus.
Die Urgroßmutter heiratete zweimal. Mit ihrem ersten Mann hatte sie zwei Kinder. Nach dessen Tod ehelichte sie einen gebürtigen Iren, mit dem sie zwei Töchter hatte. Nachdem dieser durch seine Trunksucht zu Tode gekommen war, machte sie aus ihrem Haus eine Pension. Sie starb 1959 im Staat New York.